Soziales

Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de
Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Corona hat die Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahre sichtbar gemacht: die weite auseinander klaffende Schere der soziale Gerechtigkeit, die Veränderung der Gesellschaft von mehreren Generationen unter einem Dach hin zu kleinen Einfamilienwohnungen. Ich will nicht sagen, früher war alles besser. Aber wir müssen in manchen Dingen das Rad nicht neu erfinden. Früher kaufte man regional und ich bin froh, dass ich vieles im Hofladen an der Ecke einkaufen kann. Da brauche ich weder den ÖPNV, noch mein Auto. Bei uns lebte noch die Oma mit im Haus. Bei meiner Freundin lebten sogar die Uroma und die Urenkel unter einem Dach. Weder die Kleinsten, noch die Senioren mussten einsam sein. Nehmen wir uns ein Beispiel daran und ermöglichen den Menschen, die es wollen oder darauf angewiesen sind, soziale, bezahlbare und barrierefreie Generations-Wohnmodelle, von denen Jung und Alt profitieren können. Auch die Alten wollen Teilhabe am sozialen und digitalen Leben nehmen. Der Ausbau des digitalen Netzes hilft Grenzen zu überwinden, aber ersetzt natürlich keine reale Nähe. Im Rahmen des demographischen Wandels ist es längst Zeit, sich mit bereits bestehenden Veränderungen zu beschäftigen, zum Beispiel mit der häuslichen Pflege. Die häusliche Pflege braucht eine breite finanzielle und gesellschaftliche Unterstützung, die in kommunaler Hand liegt. Die Kommunen können diese Herausforderungen aber nicht alleine bewältigen und bedürfen der Unterstützung des Landes und des Bundes.

Langfristig müssen wir über unser Gesellschaftliches Zusammenleben nachdenken und nach erweiterten Möglichkeiten suchen: ökologisch, gesundheitlich und sozial.