Britta Sanders: Ich begrüße die parlamentarische Initiative zum Küstenschutz an der Niederelbe

Britta Sanders / Foto: Grüne Jork
Britta Sanders / Foto: Grüne Jork

„Infolge des Klimawandels und des Meeresanstieges ist das für uns an der Elbe eine hilfreiche parlamentarische Initiative im Landtag, um die heutige Situation des Küstenschutzes an der Niederelbe zu erörtern“, mit diesen Worten begrüßt Britta Sanders, Grüne Co-Sprecherin der Kreistagsfraktion und Landtagskandidatin im Wahlkreis 55 Buxtehude, den Vorstoß des Grünen Bundestagsabgeordneten Stefan Wenzel und der Landtagsabgeordneten Eva Viehoff. Die beiden Cuxhavener Grünen nahmen in dieser Woche den Jahrestag der Flutkatastrophe an Elbe in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 zum Anlass ihrer Initiative. Sie nehmen Bezug auf Äußerungen des Stader Landrats Kai Seefried (CDU) und des ehemaligen parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU) auf einer Veranstaltung vor zwei Monaten, in der es hieß, dass im „Stader Raum 77 Kilometer Elbdeich um 2,1 Meter erhöht und auf 50 Meter verbreitert werden“ müssten. Weiter lautet die Berichterstattung in den „Cuxhavener Nachrichten“: „Für Cuxhaven und Hadeln bedeute dies, dass die Bestickhöhe des Deiches um 1,50 Meter bis 2 Meter erhöht werden müsse aufgrund des Meeresspiegelanstiegs und höher auflaufender Fluten“.

Wenzel und Viehoff wollen in Erfahrung bringen, ob die Niedersächsische Landesregierung die oben genannten Angaben bestätigen kann, welche Berechnungen diesen Aussagen zugrunde liegen könnten und in welcher Höhe die im vergangenen Herbst abgelöste Bundesregierung eine Finanzierung dieser Maßnahmen in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen hat. Ebenso fragen sie zum Einfluss der letzten Elbvertiefung auf festgestellten Unterbestick.

„Die Tide steigt bei Flut in der Elbe nachweislich“, sagt Britta Sanders. Sie lebt mit ihrer Familie seit 2005 im Alten Land und weiß wovon sie spricht. Ein Ausbau der Deiche sei unbedingt notwendig, damit Land, Menschen und Tiere vor aufkommenden Fluten und höher auflaufenden Tiden geschützt seien. Sie kritisiert die neun durchgeführten Elbvertiefungen. „Dadurch steigt die Strömungsgeschwindigkeit, auflaufende Flutwasserstände erhöhen sich an den Elbdeichen und führen zu größerer Sturmflutgefahr“, zählt die Jorkerin auf. Britta Sanders: „Die Deichsicherheit ist gefährdet und ich begrüße es ausdrücklich, dass beide den Jahrestag der Flutkatastrophe nun zum Anlass genommen haben, um den zukünftigen Deichschutz an der Elbe im niedersächsischen Landtag zu klären“.